Lernen braucht Raum 

Der Klassenraum als dritter Pädagoge

 

Seit drei Jahren entwickeln wir unser inklusives Raumkonzept. Wir gestalten wir unsere Klassenräume schrittweise so um, dass diese optimal für die inklusive Arbeit genutzt werden können.

Zwei Schulentwicklungstage zu diesem Thema mit Referentinnen des IQSH bildeten die theoretische Grundlage. Anregungen und Impulse für die Raumgestaltung bekamen und bekommen wir durch Hospitationen an anderen Schulen, die diesen Weg verfolgen.

Die Klassenräume wurden ganz oder teilweise neu strukturiert, eine Wunschliste von entsprechenden Mobiliar wird sukzessive abgearbeitet. So werden die Raumbedingungen für individuelles und selbständiges Arbeiten optimiert. Dabei entstehen auch Orte für gemeinschaftliche Prozesse und kooperatives Lernen. Das Arbeiten ist nicht zwangsläufig an Tisch und Stuhl gebunden. Individuelle Lernorte werden ermöglicht. Schülertische sind zunehmend nicht mehr zwangläufig zur Tafel ausgerichtet, sondern zu kleinen „Lernbüros“ arrangiert.

Charakteristisch ist die dadurch neu entstandene „freie Mitte“, die Möglichkeiten für unkomplizierte Zusammenkünfte, Besprechungen und gemeinsame Gespräche bietet.

Die Umgestaltung der Klassenräume hat Einfluss auf die Raumatmosphäre, das Lernverhalten und das gesamte Schulklima. Geprägt ist das Raumkonzept von klaren Strukturen, die sich in allen Klassenräumen wieder finden, Orientierung schaffen und gleichzeitig genug Entfaltungsspielraum der jeweiligen Lehrkräfte und Klassen ermöglichen.